Weisheit

Mazerate – Kalte Ölauszüge

Wildpflanzenöle entdecken –
Tor zum Reich der Wildpflanzen

Die Ölmühle Aichbaindthof bietet Ihnen neben den Basisölen auch Pflanzenöle, welche durch den kalten Ölauszug gewonnen werden. Diese substantiell nährenden Öle, sind vornehmlich Begleiter durch unsere Lebens- und Wandlungsprozesse und uns verfügbar auch in Jahreszeiten, in denen diese Pflanzen nicht gesammelt werden können. Diese werden aus Pflanzenteilen der Wilden Küche hergestellt. Ausnahme ist Beinwellöl, welches nur der äußeren Anwendung dient.

Nach Abschluss des Herstellungszeitraumes können diese Öle  erworben werden. In Zeiten des Umbruchs 2024 ist mir diese Herstellung nicht möglich.

Auf der Preisliste ist vermerkt, ab wann ein Ölauszug erhältlich ist. 

Wildpflanzen erscheinen dort, wo sie ihre Wesenskräfte unter den vorhandenen Bedingungen optimal entwickeln können. Sie wachsen immer sinnvoll am entscheidenden Platz oder ziehen sich zurück, wenn diese Bedingungen nicht oder nicht mehr vorhanden sind.  In dieser kraftvollen Entwicklung zeichnen sie sich durch den höchsten Nährwert gegenüber kultivierten Pflanzen aus. Wild wachsende Pflanzen sind somit Boten für die Bedingungen des Lebensraumes von Mensch und Tier in dem sie gedeihen. So  lade ich gerne ein zu schauen, was im eigenen Lebensumfeld häufig wächst. Die Pflanze ist die Antwort auf die Lebensbedingungen, die sie vorfindet.

Im Folgenden eröffnet sich uns ein Tor, durch das ich einladen möchte zu gehen, ein Tor in das Reich der Wildpflanzen. Es öffnet sich jedem in unmittelbarer Begegnung  in der Natur. Der kalte Ölauszug schenkt uns die Möglichkeit, uns mit diesen Pflanzenkräften auszutauschen und sie für unseren körperlichen, seelischen und geistigen Stoffwechsel unterstützend anzuwenden.

Im kalten Ölauszug kommt eines der eigens und unter 37°C hergestellten kaltgepressten Basisöle zum Einsatz, das Sonnenblumenöl. Es gehört zu den am längsten haltbaren Ölen in meinem Sortiment. Dort lege ich die gesammelten Pflanzenteile nun ein, die ich um die Mittagsstunde geerntet habe. In 900 Metern Höhenlage gedeihen diese Pflanzen, in einer Umgebung, welche seit fünf Jahren frei von Gülledüngung ist und landwirtschaftlich ruht.

Zu den reichhaltigen Stoffe der Wildpflanze, welche sich in Öl lösen lassen gehören: Mineralien, Spurenelemente, Vitamine, Flavonoide, Carotinoide und selbstverständlich die Öle und Duftstoffe, die sogenannten Aromen. Ausnahme sind Gerbstoffe, welche sich nicht in Öl lösen lassen.

Ein Wandlungsprozess wird im Ölauszug ganz in der Stille vollzogen und das Basisöl um und umgestaltet. Es entsteht ein ebenso lebendiges, kaltes und vollwertiges Pflanzenöl, welches ganz die Eigenschaften der eingelegten Pflanze enthält.

Es ist Kraft der Pflanze ein mildes Öl. Es ist reizärmer gegenüber Ölen, welche durch Destillation gewonnen wurden und findet nach Belieben innerliche als auch äußerliche Anwendung. Ob Speiseöl oder Pflegeöl, für die Hautpflege, für Wickel und Einreibungen oder für die weitere Verwendung in Seifen, schenken uns diese Pflanzenöle ihre wertvolle und vollwertige Zuwendung.

Ausnahme: Für Beinwell beschränkt sich die Anwendung des Öles an dieser Stelle vertretbar auf die äußere Anwendung.

Ich möchte ergänzend bemerken, dass diese Öle ein anderes Duft- und Geschmackserlebnis zeigen, als unter Wärmeeinfluss destilierte ätherische Öle. Sie wirken im substanzillen Lebendigen. Was die Pflanze hier ins Öl hineinwebt ist nicht erwärmt worden. Es ist ihre Note im kalten Ölauszug. Zudem sind diese Öle in der wilden Küche wahrer Begleiter durch Jahreszeiten, in denen uns diese Pflanzen nicht durch sammeln zur Verfügung stehen.

Haltbar sind die nun gewonnenen Wildpflanzenöle für ein weiteres Jahr und ich bin bezaubert, wie Präsent und fein die Pflanzen im Öl sind.

Viel Freude am Entdecken!

Zu meinen diesjährigen wilden Ölen aus Ölauszügen zählen:

Birkenöl

Dieser Baum nimmt in seinem Erscheinen die ganze Spanne des Erdenlebens von der Geburt bis zum Tod hinein. Sein frühes Treiben kündet den Frühling an und er strotzt biegsam vor Kraft und Saft. Hingegen seine Baumrinde, dass äußerste am Baum auf das Ende, auf Zersetzung hinweist. Alles Organische hat sich weiter zurückgezogen als bei anderen Baumrinden. "Nimm einen Blick auf Deine Seele", so sagt es uns die Birke zu, "damit Du erkennen kannst, dass sie rein war, ist und sein wird. So kannst Du Dich jederzeit wieder leicht und licht erfahren. Ich zeige es Dir."

Fichtenspitzenöl

Die Fichte birgt in ihrem Wesen erdende Kräfte, die Licht und Freude hindurchlassen, und uns bestärkt, uns lösend aus innerlich befangener Unruhe zu befreien. Immergrün erscheint sie uns beweglich und stabil zugleich.

Schafgarbenöl

In ihrer blättrigen Feingliedrigkeit und in ihrer Vereinigung vieler Blüten im Korbe verbindet Schafgarbe die äußersten Gegensätze ausgleichend und entkrampfend. Es bedarf des klaren Unterscheidungsvermögens der gegensätzlichen Pole einer Sache, um den goldenen Weg, die Mitte zu erkennen und zu bejahen. "Ich Schafgarbe stärke Dir Dein Rückgrad für Deinen Balanceakt zwischen Himmel und Erde."

Rosenöl

Zartheit, Sinnlichkeit und Anmut kommen uns in der wilden Roseblüte entgegen und entfalten in uns eine harmonisierende Kraft, die unser Herz zu rühren vermag, sich gleich einer Rose zu verschenken und zu erblühen.

Calendulaöl

Die Ringelblume hat anhaltende und erwärmende Leuchtkraft inne, weit bis in die Novemberkälte hinein. Der klebrige Balsam zeigt schon beim Pflücken etwas von seiner herausragenden, verschließenden Kraft bei Wunden. So möchte die Ringelblume uns hilfreich sein, unsere seelische Verletzung zu heilen, damit wir uns im Gefühl wieder öffnen können.

Mädesüßöl

Süßlich wie eine Mandel und vanillig wie ihr Duft, so schmeckt auch ihr Öl. So möchte diese Pflanze uns offenbaren, wer wir in Wirklichkeit sind und uns aus Schuld, Gewissensbissen und  aus einem übersteigerten Anspruch an uns selber herauslocken, uns selber endlich anzunehmen und zu umarmen.

Johanniskrautöl

Lichtbringer ist dieses Kraut und vermittelt damit die Speicherung und Umwandlung von Licht in Nervenkraft. Sein erhellendes Wesen schenkt innere Stabilität. Johanniskraut hat die stärkste Beziehung zum Licht und vermag die Seele zu erwärmen.

Beinwellöl

"Bein" zu Althochdeutsch Knochen und "well" stehend für wallen, zusammenwachsen verweist auf die seit der Antike bedeutsame Pflanze in der Verwendung rund um den Knochen, von der Prellung bis zum Bruch, vom Muskelkater über die Zerrung,  bis zur Entzündung und Durchblutungsstörung.  Dieses kräftigende Kraut, welches nach jedem Rückschnitt in den Gartenmonaten immer wieder energisch nachwächst verfügt über eine Brisanz auf Verfestigungen  und Verhärtung lösend zu wirken. Beinwell möchte uns sagen: "So lass das Gefühl des Gebrochenseins los, hebe Deinen Blick und prüfe, auf beiden Beinen stehend, was wirklich ist."

Beifußöl

Artemesia, Kraut der Göttinen und benannt nach ihrem Vorbild, der Göttin Artemis, zeigt sich weiblich anregend für innere und äußere Stoffwechselvorgänge, als Gewürz in deftigen Speisen oder für die Haut. Die aus der Entkrampfung entstehende Ruhe lässt sich am schönsten nach einem Fussbad oder in einer Massage mit diesem Öl zum Ausdruck bringen. Beifuß steht für den Wendepunkt im Leben, von überholten Überzeugungen hin zur Konzentration auf das Bedeutsame.

Weißtannenöl

Die Königin der Nadelbäume und der Leuchtturm für inneres Aufrichten und neues Bewusstsein, schenkt uns eine wärmende Hülle in winterlicher und uns erschütternder Zeit und beschwingt uns, mit dem Lebensfluss zu fließen. Innige Lebenskraft und Verbundenheit mit unserer Natur klingt wieder in uns an.

Lavendelöl

Lavendel ist beseelend und seelisch bereinigend, bereitet den inneren Raum in uns für feiner und höhere Werte, schenkt klärende Ruhe und Nervenstärke, um bereit zu sein, Neues aufzunehmen.